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Wie funktioniert die SEPA-Lastschrift?

Auch nach der Umstellung auf das SEPA-Verfahren stellen sich viele Nutzer die Frage: Wie funktioniert das SEPA-Lastschrift-Verfahren? An sich ist es ganz einfach.

Für eine SEPA-Lastschrift muss ein gültiges SEPA-Mandat vorliegen. Hier unterscheidet man zwischen Einfach- und Mehrfachmandaten. Während ein Einfachmandat nur für eine einzelne Buchung gilt, ist ein Mehrfachmandat bis zum Widerruf gültig.

Es gibt grundsätzlich zwei Sorten von SEPA-Lastschriften: Lastschriften für Firmen- und für Privatkunden. Lastschriften an Privatkunden werden als Basislastschrift oder CORE-Lastschrift bezeichnet, Lastschriften an Firmen nennt man B2B-Lastschrift. Soll eine Lastschrift an einen Privatkunden mit verkürzter Vorlauffrist gestellt werden, so ist dies mit der COR1-Lastschrift möglich.

SEPA-Lastschriften unterliegen einer sogenannten Vorlauffrist (auch Vorlaufzeit oder Vorlagefrist). Diese besagt, wie viele Tage vor Fälligkeitsdatum die Lastschrift bei der Bank vorliegen muss. Hierbei gilt:

LastschrifttypErstlastschrift/

Einzellastschrift
Folgelastschrift
Basislastschrift (CORE) 5 Bankarbeitstage 2 Bankarbeitstage
Verkürzte Vorlauffrist
(SEPA COR1)
1 Bankarbeitstag 1 Bankarbeitstag
Firmenlastschrift (B2B) 1 Bankarbeitstag 1 Bankarbeitstag

Soll also eine Lastschrift erstmalig am 10. April eingezogen werden, so muss diese bei einem Privatkunden spätestens am 5. April, bei einem Firmenkunden oder im Falle einer COR1-Lastschrift spätestens am 9. April bei der Bank eingegangen sein.

Tipp: Wenn Sie kein Datum eingeben oder importieren, berechnet SEPA-Transfer automatisch die Vorlauffrist und trägt das korrekte Datum ein. Diese Funktion kann auf Wunsch deaktiviert werden.

Das SEPA-Lastschriftverfahren im Überblick

Das SEPA-Lastschriftverfahren verläuft wie folgt:

SEPA-Visualisierung_SEPA-Lastschrift_SEPA-Transfer Image

  1. Der Zahlungspflichtige erteilt Ihnen ein unterschriebenes SEPA-Mandat. Sie weisen diesem eine Referenznummer zu.
  2. Sie initiieren die Lastschrift, beispielsweise, indem Sie mit SEPA-Transfer die Bankdaten sicher an Ihre Bank übermitteln. Hierbei beachten Sie die Vorlauffrist.
  3. Ihre Bank legt die Transaktion der Bank des Zahlungspflichtigen vor.
  4. Handelt es sich um eine B2B-Lastschrift (also eine Firmenlastschrift), so überprüft die Bank das SEPA-Mandat. Liegt eine CORE-Lastschrift (also eine Basislastschrift) vor, so entfällt dieser Schritt.
  5. Die Bank des Zahlungspflichtigen übermittelt die Zahlung an Ihre Bank.
  6. Der eingezogene Betrag wird vom Konto des Zahlungspflichtigen abgebucht.
  7. Ihre Bank schreibt die Zahlung auf Ihrem Konto gut.

Die Enterprise Edition erlaubt es Ihnen, zusätzliche SEPA-Informationen wie Sammlerreferenz (Payment Information ID) und Ende-zu-Ende-Referenz (End-To-End-ID) anzugeben.


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